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Metropolit Augoustinos
von Deutschland

Wort des Dankes

"Ich danke dem Herrn von ganzem Herzen
im Rat der Frommen und in der Gemeinde.
Groß sind die Werke des Herrn;
wer sie erforscht, der hat Freude daran.
Er hat ein Gedächtnis gestiftet Seiner Wunder,
der gnädige und barmherzige Herr;
Er sendet Erlösung Seinem Volk;
Er verheißt, daß Sein Bund ewig bleiben soll."
(aus Psalm 110/111)

 

Exzellenz, hochgeehrter Herr Bundespräsident,
Eminenzen, Exzellenzen, sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Schwestern und Brüder in Christo,

mit diesen Psalmworten grüße ich Sie aufs herzlichste in dieser festlichen Stunde.

Eine besondere und große Freude ist es für unsere Metropolie, daß wir Herrn Bundespräsidenten Prof. Dr. Roman Herzog unter uns haben dürfen. Zum dritten Ma1 werden wir mit dem Besuch eines deutschen Staatsoberhauptes geehrt. Das bedeutet allen Geistlichen und Gläubigen unserer Metropolie sehr viel. Unsere Dankbarkeit für Ihr Kommen, Exzellenz, ist groß.

In großer Freude begrüße ich auch die anderen Gäste. Ich danke Ihnen für Ihr Kommen, ich danke für die Glückwünsche und Worte der Anerkennung, für so viele Zeichen treuer Freundschaft.

Alles verstehe ich als den Ausdruck tiefer Verbundenheit mit unserer Metropolie. Denn was immer in der Griechisch-Orthodoxen Metropolie von Deutschland in den letzten Jahrzehnten geschah, geht niemals nur auf eine einzelne Person zurück, sondern ist dem Zusammenwirken vieler Menschen zu verdanken. Das ist in der Kirche Jesu Christi auch nicht anders möglich.
In dieser Stunde gedenke ich deshalb all der Menschen, die unter Hintansetzung der eigenen Person a11 ihre Kräfte des Leibes, des Geistes und der Seele im Dienst der Kirche einsetzten. An erster Stelle stehen diejenigen, die Gott bereits zu sich rief. Dazu gehören nicht nur die ersten Metropoliten und Pfarrer dieser Metropolie, sondern auch ökumenische Freunde, die uns viele Jahre mit Rat und Tat brüderlich zur Seite standen. Ihnen allen "Ewiges Gedenken!".

Wir gedenken aber auch der Lebenden, Deutscher und Griechen, die mit immer neuem Mut, mit Phantasie und Sachverstand unverdrossen dazu beitragen, daß unsere Kirche wächst und sich in Deutschland vernünftig integriert. Hier entsteht auch Verständnis für ein werdendes vereintes Europa, aber auch für die gegenseitige ökumenische Annäherung der christlichen Kirchen. Dabei gedenke ich derjenigen Schwestern und Brüder in den anderen Kirchen, die unseren Dienst mittragen und denen wir viel Ermutigung, unentbehrliche materielle und ideelle Hilfe verdanken. Ebenso denken wir an die Menschen, die in den staatlichen Behörden Verständnis für unsere Probleme zeigen und uns nach Möglichkeit kräftig unterstützen. Ihnen a1len gebührt hundertfacher Dank; sie haben ihren festen Platz in der Geschichte unserer Metropolie und werden unvergessen bleiben.

Bei der Vorbereitung auf dieses Jubiläum wanderten die Gedanken zurück. Ein Vierteljahrhundert ist eine winzige Zeitspanne in Gottes Geschichte mit den Menschen. Doch ist diese Zeit von größter Bedeutung für unsere orthodoxe Kirche in Deutschland. Was seit der Errichtung der Griechisch-Orthodoxen Metropolie von Deutschland geschah, geht zuletzt nicht auf menschliches Planen und Tun zurück, sondern ist ein Wunder Gottes: Innerhalb einer Generation entstand eine Kirche, die mit nichts anfing. Sie fand aber willige Priester, die ihren Landsleuten in die Migration folgten, um ihnen dort zu dienen; sie erlebte die Bereitschaft der Gläubigen, für die Gemeindearbeit und den Bau orthodoxer Gotteshäuser Opfer zu bringen; sie erfuhr die Liebe und Hilfe anderer Christen, die der Diasporakirche in großzügiger Weise halfen - vor allem bei der Beschaffung von Gottesdiensträumen und in der Sozialarbeit.

Das alles bewirkt Gott selbst: Er rettet Sein Volk, er lenkt die Herzen der Menschen. Seine Werke sind groß, und Er will, daß man Seiner Wunder gedenkt. Es ist mir eine tiefe Freude, daß wir das in dieser "Gemeinde" mit unseren deutschen Freunden tun dürfen. Ihnen allen danke ich dafür.

Einen letzten Dank möchte ich Seiner Eminenz, dem Metropoliten Michael von Österreich sagen, der als Exarch des Ökumenischen Patriarchen zu uns kam; seine Anwesenheit macht uns die Liebe und Fürsorge der Mutterkirche bewußt. Aus tiefem Herzen danke ich Seiner Allheiligkeit dem Ökumenischen Patriarchen Bartholomaios I. und der Heiligen Synode des Patriarchats für den steten oberhirtlichen Beistand und für das Vertrauen, das uns stets entgegengebracht wurde und ohne das nichts gelingen kann.

Möge Gott Seine Kirche weiterhin segnen! Die göttliche Gnade, Liebe und Barmherzigkeit sei mit uns allen!


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