Eminenzen,
Exzellenzen,
meine Damen und Herren,
die Griechisch-Orthodoxe Metropolie in Deutschland hat heute aus dreierlei Gründen Anlaß zur Freude: Seine Eminenz, der Metropolit Augoustinos von Deutschland, feiert neben seinem 60. Geburtstag zugleich sein 25jähriges Bischofsjubiläum und - das sollte bei dieser Gelegenheit nicht verschwiegen werden - die Griechisch-Orthodoxe Metropolie von Deutschland selbst begeht in diesem Jahr das 35. Jubiläum ihrer Gründung durch das Ökumenische Patriarchat von Konstantinopel.
Ich möchte Ihnen, Eminenz, hierzu sehr herzlich gratulieren. Sie wurden schon 1972 vom Ökumenischen Patriarchat zum Bischof und zum Vikarbischof in der heiligen Metropolie von Deutschland gewählt und dann 1980 zum Metropoliten von Deutschland geweiht. Sie haben als ein Geistlicher der ersten Stunde dieser Metropolie die Tradition des ökumenischen Dialogs vertieft, damit das Verhältnis zwischen den Christen der westlichen und östlichen Kirche gefestigt und so eine tragfähige Grundlage für das freundschaftliche Verhältnis zwischen den griechischen Mitbürgern und der deutschen Bevölkerung geschaffen. Die griechischen Mitbürger sind in Deutschland geachtet, ihre Leistung für unsere Gesellschaft ist anerkannt, und ihre Integration ist gelungen.
Daß dies so ist, ist gerade auch dem Wirken und der Fürsorge der Griechisch-Orthodoxen Kirche zu verdanken, die sich als die zentrale griechische Institution in Deutschland erweist. Die vielfältigen Leistungen, die sie seit Jahrzehnten für die Griechen in unserem Land erbringt, können nicht hoch genug veranschlagt werden. Sie reichen von der Seelsorge über die Pflege des griechischen Brauchtums und der griechischen Sprache bis zu schulischen und sozialen Hilfs- und Betreuungs- diensten. Indem sie Traditionsverbundenheit mit Weltoffenheit und sozialem Engagement verknüpft, trägt die Griechisch-Orthodoxe Kirche sowohl zur Bewahrung der nationalen und kulturellen Identität der Griechen als auch zu ihrer sozialen Integration in Deutschland wesentlich bei.
Ich danke Ihnen im Namen aller Deutschen für
die intensiven Bemühungen, die Sie als Kirche für die Verständigung
der Christen unterschiedlicher Konfessionen in unserem Lande, insbesondere
aber für die Integration Ihrer Landsleute in unsere Gesellschaft geleistet
haben. Ich wünsche Ihnen Gesundheit und weiterhin ein erfolgreiches
Wirken.