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GRIECHISCH-ORTHODOXE METROPOLIE
VON DEUTSCHLAND

EXARCHAT VON ZENTRALEUROPA

PRESSEMITTEILUNG



"Thyranoixia", Türöffnung,
der neuen Kirche der
Griechisch-Orthodoxen
Kirchengemeinde
Apostel Paulus zu Bielefeld
 

Am 26. Oktober wird Metropolit Augoustinos aus Bonn, das Oberhaupt der griechisch-orthodoxen Kirche in Deutschland, in einer feierlichen Zeremonie die neue griechisch-orthodoxe Kirche in Bielefeld eröffnen.

Die Anfänge der griechisch-orthodoxen Kirchengemeinde Apostel Paulus in Bielefeld reichen bis Ende der fünfziger Jahre, als die ersten griechischen Gastarbeiter nach Deutschland kamen. Archimandrit  Anthimos Drakonakis, der später Bischof in den USA wurde, zelebrierte mit der damals noch kleinen Diasporagemeinde die erste Liturgie nach griechisch-orthodoxen Ritus in Bielefeld. Festgottesdienste konnte  die Gemeinde sogar in der Jodokuskirche feiern. Nach der Berufung des ersten Pfarrers in ein höheres Amt wirkte zunächst Polyefktos Seliachas als Pfarrer der wachsenden Gemeinde, bevor sie 1972 der unvergessene Evangelos Mavroidis übernahm, der sie bis zu seinem Tode 1982 fest in Bielefeld verwurzelte. Noch heute ist die Gemeinde, die zu den Gründungsmitgliedern der ACK (Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen) gehört, dankbar für die vielfältige Unterstützung, die sie  dank des verbindlichen ökumenischen Einsatzes ihres Pfarrers Mavroidis von katholischen und evangelischen Gemeinden, aber auch vom evangelischen Kirchenkreis und der evangelischen Landeskirche von Westfalen erhalten hat.

1975 ergab sich die Möglichkeit, die von der Martinigemeinde nicht mehr genutzte Martinikirche am Betheleck nach einem zwischen den Gemeinden vereinbarten Pachtvertrag zu nutzen.

Doch die griechische Gemeinde, der seit April 1983 Erzpriester Dimitrios Tsompras vorsteht, wuchs weiter, so dass immer öfter,  insbesondere zu den großen Kirchenfesten, nicht mehr alle Einlass finden konnten. Auch der Gemeindesaal  wurde zu eng, denn inzwischen zählt die Gemeinde, deren Gebiet sich in einem langen Streifen von der niederländischen Grenze bis zur Weser im Osten erstreckt, knapp 6000 Mitglieder.

Die langersehnte Abhilfe ergab sich durch den Zusammenschluss der evangelischen Lukas- und Paulusgemeinde vor zwei Jahren, wodurch die Lukaskirche an der Weißenburger Straße, ein den griechischen Vorstellungen sehr entgegenkommender Rundbau, frei wurde. Nach einem glücklichen Abschluss der Verhandlungen zwischen der Griechisch-orthodoxen Metropolie und dem Evangelischen  Kirchenkreis Bielefeld konnte im Dezember der Kaufvertrag unterschrieben und nach den ersten notwendigen Umrüstungen im März der erste Gottesdienst  in der erheblich größeren Kirche gefeiert werden. Nachdem die Kirche inzwischen mit den notwendigsten Einrichtungen einer orthodoxen Kirche wie Ikonostase, Ambo und Bischofsthron ausgestattet werden konnte, werden die Türen nach der um 16 Uhr beginnenden Feier, zu der mehr als 1000 Gäste erwartet werden, geöffnet. An die nachfolgende Vesper schließt sich ein Empfang im Gemeindehaus an.  Am Sonntag morgen krönt eine große Liturgie das festliche Ereignis, mit dem die griechische-orthodoxe Gemeinde den Einzug in ihr erstes eigenes Haus nach über 40 Jahren feiern kann.


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