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ANSPRACHE

des Metropoliten Augoustinos
von Deutschland

und Exarchen von Zentraleuropa

anlässlich der Einweihung der rumänischen Kathedrale
in Nürnberg

(14. Mai 2006)

* * *

Eure Seligkeit,
liebe Mitbrüder im bischöflichen und priesterlichen Dienst,
liebe Brüder und Schwestern,
Hristos a
Înviat!

Mit besonderer Freude grüße ich Sie alle hier am Ende dieses bewegenden Gottesdienstes der Kirchweihe und der Göttlichen Liturgie. Für mich war diese Feier in ganz besonderer Weise bewegend, da jede Begegnung mit Ihnen, eure Seligkeit, mich an meinen Besuch in Rumänien erinnert, den ich als Mitglied der Delegation des unvergessenen Ökumenischen Patriarchen Dimitrios im September 1987 machen durfte. Die Besuche an Ihrem Amtssitz in Bukarest und in den Moldauklöstern, überhaupt die geistlichen Erfahrungen jener Tage werden mich mein ganzes Leben lang begleiten.

Zum anderen hat mich die heutige Liturgie in dieser Kirche daran erinnert, dass die griechische und die rumänische Gemeinde unserer Metropolie jahrelang in dieser Kirche zuhause waren, bis Metropolit Serafim den Mut aufbrachte, die Kirche zu erwerben, umzubauen und auszumalen. Im Markus-Evangelium (15,43) heißt es von Josef von Arimathäa, dass er zu Pilatus ging und es wagte (τολμήσας), um den Leichnam Jesu zu bitten. Ich zitiere diese Steile, weil ich einen ähnlichen Wagemut bei der Errichtung dieser Kathedrale feststelle. Dazu beglückwünsche ich Sie, lieber Metropolit Serafim und Ihre ganze Metropolie.

Wie Sie wissen, Eure Seligkeit, hat die gute Zusammenarbeit mit Vladica Serafim in den letzten Monaten eine neue Ebene erreicht, nachdem wir nun beide Mitglieder im Vorstand der KOKiD, der Kommission der Orthodoxen Kirche in Deutschland, sind. Wir sind stolz darauf, von der Orthodoxen Kirche in Deutschland (im Singular!) zu sprechen und nicht von der Kommission der Orthodoxen Kirchen (!). Diese Einheit versuchen wir hier in Deutschland zu leben und zu realisieren. Und ein sichtbares Zeichen dieser Einheit ist - so glaube ich - auch meine heutige Anwesenheit, gemeinsam mit unserem Vikar der rumänischen Gemeinden, die dem Ökumenischen Patriarchat unterstehen, Vater Miron. Möge es uns gelingen, alle Schwierigkeiten, die es auf unserem Weg geben mag, zu überwinden!

So danke ich Ihnen für Ihre freundliche Einladung und wünsche Ihnen, Eure Seligkeit, εις πολλά έτη, Δέσποτα! Allen Mitbrüdern im Bischofsamt, vor allem Ihnen, lieber Metropolit Serafim und lieber Bischof Sofian, gilt der gleiche Gruß,

Christos anesti!


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