(Amberg/Bayern, 05.11.2001)
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Herrn Präses Dr. Schmude und der Synode der Evangelischen Kirche
in Deutschland danke ich herzlich für die Einladung, an der 6. Tagung
der 9. Synode in Amberg als Gast teilzunehmen. Ich bin dieser Einladung um
so lieber gefolgt, als ich das Gefühl habe, dass wir als Christen in
einer Situation wie der unseren heute enger zusammenrücken müssen,
um der Ratlosigkeit und Verwirrung, der Unsicherheit, ja auch der Angst unter
den Menschen besser wehren zu können.
Eine Kirchenversammlung beschäftigt sich ja nicht nur mit den eigenen
Angelegenheiten, sondern wirkt bewusst und unbewusst in die Welt hinein.
Dafür sind die Synoden der EKiD seit Jahrzehnten das beste Beispiel.
Auch in diesem Jahr zeugt das Schwerpunktthema Ihrer Sitzung von der Verantwortung
der Christen für die Entwicklung und Lösung der Fragen und Aufgaben,
die die Welt uns stellt. Wir leben in dieser Zeit und Welt, und nach dem
Wort Christi sollen wir in seiner Nachfolge Salz der Erde und Licht der Welt
sein. Beides soll der Welt zum Guten dienen und Werke hervorbringen zur Ehre
Gottes, des Vaters, der von den Menschen gepriesen werden soll.
Mehr den je haben die Menschen heute das Recht, von der Heilsgeschichte
des wahren Gottes zu erfahren und den göttlichen Willen kennenzulernen.
Und es ist sicherlich die vornehmste und wichtigste Aufgabe der Christen,
nicht nur den Hailswillen des wahren und Lebendigen Gottes zu verkündigen,
sondern durch ihr tägliches Leben im Glauben von der Güte dieses
Gottes und der Hoffnung eines ewigen Lebens zu zeugen.
Seien Sie davon überzeugt, dass wir in diesem Bemühen an Ihrer
Seite stehen. Für den Verlauf dieser Synodaltagung wünschen wir
Ihnen den Beistand des dreieinigen Gottes und seinen Segen!