(Trier, November 2003)
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Sehr herzlich danke ich Frau Präses Barbara Rinke und der Synode
der Evangelischen Kirche in Deutschland für die Einladung, als Gast an
der Zweiten Tagung der 10.Synode der EKiD hier in Trier teilzunehmen.
Im Namen der Griechisch-Orthodoxen Metropolie von Deutschland, ihrer Geistlichen
und Gläubigen, grüße ich die Teilnehmer dieser Synode mit
unseren Segenswünschen.
Ihre Synodaltagung ist ein sehr wichtiges Ereignis, von Bedeutung nicht
nur für die evangelischen Landeskirchen in Deutschland, sondern auch
für die deutsche Ökumene. Die Wahl eines Rates der Evangelischen
Kirche in Deutschland und die des Ratsvorsitzenden werden nicht nur in die
evangelischen Kirchen und Gemeinden hineinwirken, sondern auch in die gesamte
Gesellschaft dieses Landes, und Folgen haben für die ökumenische
Gemeinschaft mit den anderen Kirchen in Deutschland.
Mit sehr großem Interesse habe ich kürzlich von der Mitgliedschaftsstudie
der Evangelischen Kirche in Deutschland gelesen, - leben und arbeiten doch
unsere beiden Kirchen in derselben Zeit und Welt, und auch als Orthodoxe haben
wir eine ähnliche Begegnung mit der Moderne wie die christlichen Schwesterkirchen.
Nach der Studie entsprechen die Erwartungen der evangelischen Christen an
ihre Kirche, dass diese ihnen nämlich durch die Verkündigung
der christlichen Botschaft, durch Gottesdienst und Seelsorge helfend zur Seite
stehen möchte, genau denen, die auch unsere orthodoxen Christen ihrer
Kirche gegenüber haben. Damit bestätigt sich mir aufs Neue,
dass die vornehmste Aufgabe der christlichen Kirche nach wie vor darin
besteht, den Menschen die frohe Botschaft des Evangeliums von der Rettung
und Erlösung zu bringen, sie im eucharistischen Gottesdienst immer wieder
in das Leben der Kirche als dem Leib Christi in dieser Welt einzufügen
und ihnen in allen Lebenslagen seelsorgerisch beizustehen. Dieser Beistand
geschieht natürlich auch im Alltag durch das Wort des Glaubens und durch
die Tat der Liebe; denn - wie einer Ihrer Theologen es einmal für die
Kirche sagte - "Die Liebe gehört mir wie der Glaube" (Johann Hinrich
Wichern).
Ein weiteres Schwerpunktthema Ihrer Kirchenversammlung ist im Jahr der Bibel
2003 die Beschäftigung mit der Heiligen Schrift im Blick auf ihren Gebrauch
und ihre Bedeutung für das Leben innerhalb und außerhalb der Kirche.
Auch hier wird im Mittelpunkt die Bibel als das rettende und erlösende
Wort Gottes stehen.
Mit Ihnen beten wir um die Kraft und den Beistand des Heiligen Geistes für
alle Verhandlungen, Diskussionen und Entschließungen, damit die Ergebnisse
und Beschlüsse der Synode dem Wohl der Kirchen und Gemeinden dienen.
Der dreieinige Gott geleite Sie alle mit Seinem Schutz und Segen!