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GRUSSWORT

des Metropoliten Augoustinos
von Deutschland

und Exarchen von Zentraleuropa

an die Ladessynodaltagung 2001
der Ev. Kirche von Westfalen

(Bielefeld, 12.11.2001)

Hochwürdigster Herr Präses, liebe Brüder und Schwestern in Christo,

sehr herzlich danke ich der Evangelischen Kirche von Westfalen und ihrem Hochwürdigen Herrn Präses für die Einladung an mich, als Gast an ihrer diesjährigen Synodaltagung teilzunehmen. Leider kann ich wegen Überschneidungen mit anderen dienstlichen Terminen nicht in Bethel anwesend sein. Ich grüße deshalb die Synode mit einem schriftlichen Wort, das von Herrn Erzpriester Dimitrios Tsobras verlesen werden wird.

In einer Zeit, da Unsicherheit und Angst, Ratlosigkeit und Verwirrung unter den Menschen vorherrschen, sind die Blicke auch auf die Christen gerichtet. Die Kirche handelt stets - bewusst oder auch unbewusst - in die Welt hinein und jedenfalls immer vor den Augen der Welt. Die Synoden der evangelischen Kirchen in Deutschland sind seit Jahrzehnten das beste Beispiel dafür, dass die Christengemeinde sich für die Belange der Welt in besonderer weise verantwortlich fühlt. Alle Glieder der Kirche leben ja auch in dieser Welt und sind der menschlichen Gesellschaft verpflichtet.

Im Mittelpunkt Ihrer diesjährigen Synodaltagung steht ein Reformvorhaben der Landeskirche, das bereits in Vorarbeiten angelaufen ist. Aus dem inneren Kern geistlichen Lebens der Kirche, die ihren Ursprung im Leben und Wirken des dreieinigen Gottes hat, wendet sich die christliche Gemeinde in den Wirkungsweisen von Liturgia, Martyria und Diakonia nach außen in die Welt hinein. Mag sich manche Arbeitsweise der Kirche auch im Laufe der Zeit ändern, so ist doch immer der Wille Gottes maßgebend für alles kirchliche Handeln. Salz der Erde und Licht der Welt sollen die Christen nach den Worten Christi in seiner Nachfolge sein, damit bereits in dieser Welt das Gottesreich Gestalt gewinne, die Verheißungen Gottes für die heilsgeschichtliche Zukunft deutlich werden und die Glaubenshoffnung auf Überwindung von Sünde und Tod in der Zuversicht der Glaubenden mehr und mehr an Kraft gewinnt.

Ihrer Kirche wünsche ich, dass mit der erstrebten Reform ein Werk wirklicher geistlicher Erneuerung gelingt und dass auch diese Synode dazu beiträgt. Ihre Beratungen mögen vom Beistand des Heiligen Geistes begleitet sein! Gottes Schutz und Segen sei mit Ihnen allen!


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