zur 50. ordentlichen Landessynode
der Evangelischen Kirche
im Rheinland
(08.01.2001)
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Herr Präses,
hohe Synode,
sehr geehrte Damen und Herren,
am Anfang meines Grußwortes steht ein herzlicher Dank an den Herrn Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland und an die Synodalversammlung dieser Kirche für die Einladung, an der Synodaltagung im Jahr 2001 als Gast teilzunehmen.
Es ist mir eine große Freude, diesmal unter Ihnen sein zu können, und ich grüße Sie alle mit meinen Segenswünschen.
Wir stehen nicht nur am Beginn eines neuen Jahres, sondern auch eines neuen Jahrhunderts und des dritten Jahrtausends der christlichen Kirchengeschichte. Bereits im Jahr 2000 wurde mehr als einmal Bilanz gezogen, es wurde in die Geschichte zurückgeblickt und für die Zukunft geplant. Auch als Kirche haben wir das getan.
Entscheidend ist aber für uns Christen - oder sollte es wenigstens sein -, dass dabei nicht der Mensch, nicht unser eigenes Denken und Wünschen im Mittelpunkt steht, sondern unser Herr und Retter Jesus Christus, „Jesus Christus gestern und heute und derselbe auch in Ewigkeit" (Hebr. 13,8), - das muss die Losung für einen solchen Zeitpunkt sein, der uns innehalten lässt, um über unser Leben als Kirche Jesu Christi und als Christen nachzudenken und dann entsprechend zu handeln.
Maßgebend für unser Denken und Tun kann allein der Wille Gottes sein, den wir als Glieder am Leibe Christi mit Jesus Christus, unserem Haupt, erfüllen sollen. Es geht nicht darum, ein Paradies auf Erden zu schaffen, sondern mit allen unseren Sinnen und Kräften nach dem Reich Gottes zu trachten. Alles andere wird uns dann nach Christi Verheißung zufallen.
Vor allem dies ist mein Wunsch für Sie alle und für die Evangelische Kirche im Rheinland. Der reiche Segen Gottes, die gnädige Hilfe unseres Herrn Jesus Christus und die Kraft des Heiligen Geistes sei mit Ihnen!
Übrigens, liebe Schwestern und Brüder, auch unser Weg wird ökumenisch bleiben. Es gibt, Gott sei Dank, keine Alternative zur Ökumene.