(5. Juni 2005)
In großer Freude grüße ich alle - Deutsche und Griechen -, die heute hier zum Ersten Griechisch-Bayerischen Kulturtag in München zusammengekommen sind!
Dieser Kulturtag wird ein frohes und fröhliches Fest sein, auf dem Deutsche und Griechen je in ihrer Tradition, aber auch gemeinsam in nun schon fast zweihundert jähriger Freundschaft ihrer Freude über das Zusammensein in Gesang und Tanz Ausdruck geben.
Auch dies und gerade dies gehört zur Kultur, zu einer zum Teil sehr alten Volkskultur beider Völker.
Der Kulturtag bietet natürlich noch mehr: So z.B. eine Reihe' von Informationsständen, aber auch eine Buchausstellung sowie eine Fotoausstellung von Schülern, die von einer Schulreise nach Kreta berichten.
Und es gibt auch eine Ikonenausstellung. Dieses - wenn man so will - liturgische Element weist darauf hin, dass Kultur und Kultus nahe beieinander liegen. Sie haben nicht nur dieselbe Wortwurzel, es bestehen auch Sachzusammenhänge zwischen beiden. Für uns Griechen gab und gibt es zu allen Zeiten unserer Geschichte einen engen Zusammenhang zwischen Kultus und Kultur: in der Antike wie in Byzanz, aber auch in der Neuzeit. In den Jahrhunderten der Unfreiheit und Unterdrückung wie während des Befreiungskampfes hat die Kirche an der Seite des Volkes gestanden, - auch um griechische Kultur zu bewahren. Ebenso ist die Kirche mit in die Migration gezogen und beteiligt sich heute und hier am 1.Griechisch- Bayerischen Kulturtag und an allen folgenden Kulturtagen in München.
Daß dieser Kulturtag eine gemeinsame Veranstaltung von Bayern und Griechen ist, zeigt die enge Verbundenheit und Zusammenarbeit zwischen uns und diesem deutschen Bundesland. In München gipfelte sie in der Überlassung der historischen Salvatorkirche, zuerst durch König Ludwig I. von Bayern und vor einigen Jahre erneut an die Griechisch-Orthodoxe Metropolie von Deutschland. Diese Kirche - ein Mittelpunkt griechisch-orthodoxer Frömmigkeit in München - bedarf dringend einer Restaurierung. Der finanzielle Ertrag des 1-Griechisch-Bayerischen Kulturtages soll diesen Erneuerungsarbeiten zugute kommen, er wird aber auch der Ausmalung der Allerheiligen-Kirche in der Ungererstraße dienen.
Ich bin überzeugt davon, dass die Griechisch-Bayerischen Kulturtage hervorragend dazu geeignet sind, die Verbundenheit zwischen Bayern und Griechenland zu stärken und eine vernünftige Integration der Griechen in Grußwort diesem Land weiter zu fördern. Eine unterstützende Funktion spielt dabei auch das Griechische Generalkonsulat in München, dass heuer den 40. Jahrestag seiner Eröffnung begeht und diesen Kulturtag mitträgt. Auch die Landeshauptstadt München mit Herrn Oberbürgermeister Ude an der Spitze leistet einer aktiven und erfolgreichen Integrationspolitik nachdrücklich Beistand.
Uns allen wünsche ich einen frohen und schönen Tag des Zusammenseins und den Schutz und Segen des allmächtigen Gottes für die Zukunft!