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GRUSSWORT

des Metropoliten Augoustinos
von Deutschland

und Exarchen von Zentraleuropa

anlässlich des Goldenen Priesterjubiläums
von Kardinal Walter Kasper

(Theologische Hochschule Vallendar, 1.6.2007)

* * *

Sehr geehrter Jubilar, lieber Herr Kardinal!

Es ist eine große Ehre für mich, heute hier sein zu dürfen und an dieser Feierstunde teilnehmen zu können, die Ihnen und Ihrem Goldenen Priesterjubiläum gewidmet ist.

Mehrere Gründe sind es, die heute meine besondere innere Bewegung ausmachen und mir diesen Tag unvergesslich machen. Gestatten Sie mir, sie Ihnen kurz darzulegen:

- Seit vielen Jahren hatte ich die Gelegenheit, Ihnen auf den diversen Stationen Ihres priesterlichen, akademischen und bischöflichen Wirkens zu begegnen. Ob als Professor oder als Bischof hier in Deutschland bzw. als Kardinal in Rom – stets waren Sie uns und unserer Kirche in Deutschland wohl gesonnen und haben unsere allmähliche Integration in die deutsche Ökumene mit Aufmerksamkeit, ja mit Sympathie verfolgt.

In Ihrer neuen Verantwortung als Präsident des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen sind Sie wiederum und weiterhin mit dem Ökumenischen Patriarchat von Konstantinopel und der Orthodoxie überhaupt in Verbindung geblieben. Ich bin sicher, dass wie für uns auch für Sie der Besuch des Papstes am Sitz des Ökumenischen Patriarchates im Phanar ein besonderes Datum der Ökumene gewesen ist.

Für all diese Begegnungen und für Ihre Mühen im Weinberg des Herrn – an der Seite jenes anderen großen Arbeiters im Weinberg -  sind wir Orthodoxen, nicht nur hier in Deutschland, zu großem Dank verpflichtet. Und diesen Dank spreche ich Ihnen heute – auch im Namen der Kommission der Orthodoxen Kirche in Deutschland – aus.

Vor einiger Zeit haben Sie sich zum Thema „Europa und Ökumene“ geäußert und haben mir dabei – wenn ich dies so freimütig äußern darf – aus der Seele gesprochen, als sie betonten, dass die ökumenische Annäherung zwischen östlichen und westlichen Kirchen eine einmalige Chance für die Einheit Europas sei. Auch deshalb „können wir ein Scheitern der Ökumene weder vor Gott noch vor der Geschichte verantworten“, sagten Sie und ich erwidere Ihnen: Solange es Theologen und Kirchenmänner, wie Sie, Herr Kardinal, gibt, wird die Ökumene nicht scheitern!

Ad multos annos, reverendissime et carissime frater! 

Metropolit Augoustinos von Deutschland
und Exarch von Zentraleuropa


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