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GRUSSWORT

des Metropoliten Augoustinos
von Deutschland

und Exarchen von Zentraleuropa

zum Bischofsjubiläum
von Vikarbischof
Chrysostomos von Pamphilos

(Hannover, 13.11.2000)
 

* * *

In dieser Stunde, da wir mit Bischof Chrysostomos von Pamphilos an seinem Namenstag das zwanzigjährige Bischofsjubiläum feiern möchte ich keine weitere Laudatio halten, aber ein herzliches Dankeswort sagen.

Seit einem Vierteljahrhundert arbeitet Bischof Chrysostomos in unserer Metropolie, - zunächst als Archimandrit im Pfarrdienst, seit zwanzig Jahren im Amt eines Vikarbischofs.  Seine Herkunft aus der griechischen Diaspora hat ihn geprägt, so dass er auch in Deutschland mit besonderer Einsatzfreude den Gemeindeaufbau betreibt, ohne Rücksicht auf seine Gesundheit.

Salz der Erde und Licht der Welt zu sein, gebietet Jesus seinen Nachfolgern in der Bergpredigt. "Euer Licht soll leuchten vor den Leuten,  dass sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen" (Mt.5,16).  Das Ernstnehmen der Nachfolge Christi als Kinder des himmlischen Vaters, das Arbeiten mit den Gaben und Talenten, die Gott verliehen hat, zum Preise des göttlichen Vaters, ist in unserer zeit selten geworden, - auch in der Kirche. Um so dankbarer sind wir, wenn wir Menschen begegnen dürfen, die durch ihre Taten bemüht sind, Gott zu preisen. Und deshalb begehen wir das Bischofsjubiläum von Bischof Chrysostomos in großer Dankbarkeit. Mit  dem Bischof sind wir dankbar für sein bisheriges Leben und eine gnädiges Führen Gottes. Aber wir danken Gott auch  für  diesen Bischof und seinen wichtigen Dienst in unserer Metropolie.

Noch ein anderer Aspekt seines Wirkens in der griechisch-orthodoxen Kirche ist mir wichtig: Seit dem Patriarchat von Athenagoras I., des großen Ökumenikers unserer Kirche, ist es Gebot für alle Bischöfe des Ökumenischen Patriarchats von Konstantinopel, sich für eine Ökumene einzusetzen, die den Dialog "in Wahrheit und Liebe" führt. Ein Bischof des Ökumenischen Patriarchats muss dabei die gesamte Ökumene, alle Menschen vor Augen haben. Daran mitzuarbeiten, dass die gesamte Christenheit den Weg zur wahren Einheit findet und auf ihm gemeinsam vorwärts schreitet, ist ein selbstverständlicher Dienst im bischöflichen Amt.

Als ich im Jahr 1980 den damaligen Archimandriten Chrysostomos zum Vikarbischof unserer Metropolie vorschlug, hatte ich das Vertrauen, dass er sein Amt so auffassen würde. Heute sehen wir alle, dass Bischof Chrysostomos die Aufgaben seines Dienstes stets verantwortungsbewusst und nach besten Kräften erfüllt hat.

Es ist mir deshalb eine große Freude, Bischof Chrysostomos in dieser festlichen Stunde den Dank unserer Kirche auszusprechen und ihm ein Enkolpion als Gabe seiner Allheiligkeit des ökumenischen Patriarchen Bartholomaios I. zu überreichen.


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