(11.06.2007)
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Am Tag des Hl. Apostels Bartholomaios wollen wir in dieser Stunde des Ökumenischen Patriarchen Bartholomaios I. gedenken, der heute seinen Namenstag feiert.
Es ist mir eine große Freude, dass das in dem gewohnten Kreise ökumenischer Freunde geschieht, die Jahr für Jahr unserer Einladung zum Jahresempfang folgen. Im Laufe der Jahrzehnte ist diese jährliche Zusammenkunft fast so etwas wie ein ökumenisches Familientreffen geworden, das mit großer Treue besucht wird. Dabei haben wir Ökumene nicht organisiert; vielmehr ist sie erwachsen aus dem Gebet und Lobpreis und dem Hören auf theologische Ausführungen und Überlegungen sowie aus gedanklichem Austausch in zwanglosen Gesprächen.
An solcher ökumenischen Zusammenkunft wollen wir auch festhalten trotz aller angeblich ökumenischen Eiszeiten oder einer nicht selten zitierten Stagnation der Ökumene.
Die zwischenkirchlichen Beziehungen sind in den einzelnen deutschen Regionen für unsere Metropolie nicht ohne Unterschiede. Ein besonders gutes ökumenisches Verhältnis besteht in München und Bayern, zumal es noch begünstigt wird durch die geschichtlichen Verbindungen zwischen dem Freistaat und Griechenland.
So ist es mir eine sehr große Freude, dass wir heute zum ersten Mal den Bischof der Ev.-Lutherishen Landeskirche in Bayern hier in der Metropolie in Bonn begrüßen dürfen. Im Laufe der Jahrzehnte haben wir von dieser Kirche mehr als einmal materielle und ideelle Hilfe für unsere Gemeinden in Bayern erhalten. Deshalb ergreife ich gern die Gelegenheit, einmal ganz offiziell einen herzlichen Dank dafür auszusprechen.
Nun folgt aber natürlich noch ein ganz persönlicher Dank an Bischof Dr. Johannes Friedrich, der zugleich Leitender Bischof der Vereinigten Ev.-Lutherischen Kirche in Deutschland ist, dass er Zeit gefunden hat, heute unter uns zu sein und uns mit einem Vortrag zu dienen. Wir hören gern etwas über die gegenwärtige Situation der Ökumene und vielleicht auch über die grundsätzliche Meinung der lutherischen Theologie und Kirche dazu.
Darf ich Sie nun bitten, das Wort zu ergreifen!