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Spendenaufruf
für die Opfer der Brandkatastrophe
in Griechenland

 

Dem hochwürdigen Klerus und dem Volk
der Griechisch-Orthodoxen Metropolie von Deutschland

 

Liebe Brüder und Schwestern in Christus,

zutiefst bewegt richte ich an Sie diesen Brief von Konstantinopel aus, wo ich mich gerade aufhalte, um an der Arbeit der Heiligen Synode unserer Mutterkiche mitzuwirken. Wie ich aus unserem Metropolitanbüro in Bonn erfahre, wenden sich aus ganz Deutschland viele Menschen telefonisch, per Fax bzw. per E-Mail an uns mit der einen Frage: „Wie können wir den Opfern der Brandkatastrophe in Griechenland helfen?“ Die so fragen, sind sowohl orthodoxe Landsleute als auch deutsche Freunde, die an unseren Sorgen Anteil nehmen und einen Beitrag dazu leisten wollen, den Opfern der Katastrophe zu helfen.

Unser Ökumenischer Patriarch Bartholomaios schreibt in einem Beileidstelegramm an den griechischen Staatspräsidenten Karolos Papoulias: „Tief ist der Schmerz, groß die allgemeine Trauer. Gerechtfertigt ist die Ratlosigkeit angesichts der Ursachen und der Verursacher.“ Nachdem er betont hat, dass unser aller Gewissen und Aufmerksamkeit für den Schutz der Umwelt sensibilisiert werden müssen, und damit ein Anliegen aufgreift, für das er selbst seit vielen Jahren eintritt, fährt er fort: „In diesem Augenblick geht es aber zunächst um den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die gesellschaftliche Solidarität, die Fortsetzung des Kampfes und die Unterstützung aller derer, die diesen Kampf führen, sowie der Opfer und den Beistand für diejenigen, die ihre Angehörigen verloren haben.“          

Im Geist dieser Worte unseres Patriarchen rufe ich Sie alle dazu auf, nach Kräften zum Erfolg der Kollekte beizutragen, die an zwei aufeinanderfolgenden Sonntagen (heute, am 2. September, und am nächsten Sonntag, dem 9. September 2007) in allen Kirchengemeinden unserer Metropolie gehalten werden wird. Die orthodoxen Christen und die Freunde unserer Metropolie haben im vergangenen Jahrzehnt schon mehrmals geholfen: so anlässlich der Spendensammlungen für die Kriegsopfer im ehemaligen Jugoslawien (1999), für die Opfer der Erdbeben in Athen (1999) und im Iran (2004), für die Opfer der Flutkatastrophe in den asiatischen Anrainerstaaten des Pazifischen Ozeans (2005) wie auch für die mittellosen Metropolien unseres Ökumenischen Patriarchats (2006). Ich danke Ihnen für alle bisherigen Spenden und bitte Sie zugleich um Ihre erneute, und, wenn möglich, noch größere Hilfe angesichts dieser nach Ausmaß und Opferzahl unvergleichlichen nationalen Tragödie.

In einer Verlautbarung der Heiligen Synode der Kirche von Griechenland heißt es: „Die zerstörerische Kraft des Feuers hat natürliche und erworbene Reichtümer, Klöster, Gotteshäuser, Wohnhäuser, archäologische Stätten und vor allen Dingen Menschenleben vernichtet.“ Im folgenden werden konkrete Maßnahmen erwähnt, die ergriffen wurden, um den Opfern Erleichterung zu verschaffen: u. a. die Versendung von Mitteln zur ersten Hilfe, Besuch der Verletzten in Krankenhäusern, Errichtung von Feldküchen, Unterbringung von Obdachlosen in Einrichtungen der örtlichen Metropolien, in einigen Fällen Sorge für die Bestattung der Toten auf Kosten der jeweiligen Metropolien, Transport von Nahrungsmitteln und Wasser zu den Betroffenen, den Feuerwehrmännern und den Freiwilligen in Pyrgos in der Präfektur Ilia und schließlich die Bereitstellung von provisorischen Wohnräumen durch dreizehn Metropolien zur Aufnahme betroffener Familien im Notfall.

Heute und am folgenden Sonntag rufen wir Sie dazu auf, alle diese schon getroffenen Maßnahmen, ebenso wie die noch zukünftig zu treffenden, zu Gunsten der Opfer der Brände vor allem auf der Peloponnes und auf Euböa zu unterstützen. Ich bitte Sie, um in einem Bild zu sprechen, das ich in solchen Fällen gern verwende:  Geben Sie, wenn der Kollektenkorb herumgereicht wird oder wenn Sie die Kirche verlassen, nicht nur Geld, geben Sie Ihr Herz! Wer es vorzieht, kann seinen Beitrag auch auf das Spendenkonto unserer Metropolie einzahlen. Die Daten für dieses Spendenkonto finden Sie am Ausgang der Kirche.

Schließlich bitte ich Sie: Hören Sie nicht auf zu beten, daß diese schwere Heimsuchung ein Ende finde. Möge Gott denjenigen beistehen, die unter Einsatz ihres Lebens und ohne sich zu schonen die Brände bekämpfen, und alle Wunden heilen.

 

Konstantinopel/Bonn, 2. September 2007
In väterlicher Liebe

† Metropolit Augoustinos von Deutschland

 

 

Griechisch-Orthodoxe Metropolie von Deutschland
Dietrich-Bonhoeffer-Str. 2, 53227 Bonn

Spendenkonto

Bank: Dresdner Bank Bonn
BLZ: 370 800 40
Konto-Nr.: 2 213 436/03
Verwendungszweck: Brandkatastrophe/Griechenland



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