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ZUM TODE
VON ERZPRIESTER IOANNIS FRANTZESKOS

Rundschreiben
des Metropoliten Augoustinos
von Deutschland
und Exarchen von Zentraleuropa

* * *

 

 

An die Vikarbischöfe,
Pfarrer und Priester unserer Metropolie

 

Liebe Mitbrüder im bischöflichen und priesterlichen Dienst,

in großer Trauer teile ich Ihnen mit, dass der hochwürdige Erzpriester Ioannis Frantzeskos, der seit 25 Jahren Geistlicher unserer Metropolie war, im Herrn verstorben ist. Sein Tod trat friedlich am 11. Februar 2008 nach langer Krankheit ein, die unser Mitbruder mit christlicher Geduld, mit Tapferkeit und unerschütterlichem Glauben an Christus, den Arzt unserer Seelen und Leiber ertragen hat.

Vater Ioannis wurde 1946 in Vathy auf Samos geboren und von seinen Eltern Nikolaos und Sofia im christlichen Glauben erzogen. Nach dem Schulbesuch und dem Militärdienst übte er verschiedene Berufe aus, bis er 1964 erstmals nach Deutschland kam, wo er sich schließlich 1968 niederließ. Er machte eine Ausbildung am Katholischen Sozial-Institut der Erzdiözese Köln in Bad Honnef/Rhein, die er 1973 als Sozialberater abschloss. Viele Jahre ist er dann als Sozialarbeiter, Dolmetscher und Übersetzer im Dienst der Griechen gestanden; ebenso aber hat er tatkräftig auch vielen anderen Migranten anderer Herkunft und Sprache geholfen. Daneben hat er als Laie die Gemeindearbeit unserer Kirchengemeinde Lüdenscheid/Hagen auf vielfältige Art und Weise unterstützt und stand dem Gemeindepfarrer Erzpriester des Ökumenischen Patriarchats Polyefktos Georgakakis über zehn Jahre lang zur Seite. Er gründete Jugendgruppen, beschäftigte sich mit Ikonenmalerei mit zahlreichen Ausstellungen und half bei der Durchführung religiöser Feiern und kultureller Veranstaltungen.

V. Ioannis war mit Frau Apollonia Frantzeskos, geb. Scheppe, verheiratet; aus dieser Ehe gingen die Kinder Georg, Simone und Klaus hervor. Von frühester Jugend hatte er den Wunsch, Priester zu werden; dieser Wunsch ging am 6. März 1983 mit seiner Weihe zum Diakon und am 22. September 1985 mit seiner Weihe zum Priester in Erfüllung; beide Weihen habe ich selbst vorgenommen. Nach seiner Priesterweihe half er bis Ende 1993 weiter in der Kirchengemeinde Lüdenscheid/Hagen. Ab dem 1.1.1994 übernahm er als Pfarrer die neu gegründete Kirchengemeinde der heiligen Konstantin und Helena Siegen. Stets hilfsbereit diente er gewissenhaft und voller Einsatz. Beispiele seiner aufopferungsvollen Leistung für die Kirche sind der Kauf und der Umbau der Kirche der heiligen Konstantin und Helena in Siegen, der Neubau der Kirche der heiligen uneigennützigen Ärzte Kosmas und Damian in Gummersbach und die Anstellung des hochw. Vaters Panagiotis Tiriakidis als Assistent – und nun auch Nachfolger – in seiner Kirchengemeinde. Am 1.11.1996 habe ich Vater Ioannis in Anerkennung seines langjährigen Dienstes in unserer Metropolie den Titel eines Erzpriesters verliehen.

Der Totengottesdienst für Vater Ioannis wird am kommenden Samstag 16. Februar, um 11 Uhr, in der Kirche der hll. Uneigennützigen Ärzte Kosmas und Damian zu Gummersbach gefeiert werden, davor findet ab 8.30 Uhr die Göttliche Liturgie statt. Ich bitte Euch alle für die Seelenruhe von Vater Ioannis, dieses ehrbaren Arbeiters im Weinberg des Herrn, zu beten.

 

Bonn, den 12. Februar 2008

Metropolit Augoustinos von Deutschland
und Exarch Zentraleuropa


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