Herr Metropolit, Herr Kardinal, Exzellenzen, meine Damen und Herren, liebe Schwestern und Brüder, vor allem lieber Vater Apostolos, liebe Familie Malamoussis.
Was soll ich noch sagen, nachdem der Kardinal seine Laudatio gehalten hat und der Metropolit diese ergänzt hat. Ich kann eigentlich nur sagen, ich schließe mich den Äußerungen meiner Vorredner vollkommen an und ich füge hinzu eigentlich nur den Dank.
Den Dank für Vater Apostolos der evangelisch-lutherischen Kirche in Bayern, den Dank der Frau Regionalbischöfin und meinen persönlichen Dank. Den Dank für das, was Sie für unsere Kirche getan haben und tun. Ich muss gestehen, als Theologiestudent, aber auch als Pfarrer unserer Kirche habe ich griechisch-orthodoxe Kirche eigentlich immer sofort in Verbindung mit Kirchengeschichte gebracht, da ist mir viel dazu eingefallen, aber lebendige Menschen, lebendige Christen, eine lebendige Gemeinde, das hat sich mir damit nicht verbunden.
Für mich höchstpersönlich, ich hatte das Glück 6 Jahre in Jerusalem tätig sein zu dürfen, dort habe ich die griechisch-orthodoxe Kirche kennen gelernt, dort habe ich die reichen Ikonographien zu schätzen gelernt, dort habe ich die wunderbare orthodoxe Liturgie lieben gelernt, und ich habe gelernt, dass die griechisch-orthodoxe Kirche in Jerusalem, und ich denke nicht nur dort, die Mutterkirche von uns allen ist. Aber erst seit ich in München bin, habe ich durch Sie und ihre Familie, aber vor allem durch Sie natürlich, griechisch-orthodoxe Mitchristen, griechisch-orthodoxe Gemeinden, griechisch-orthodoxe Kirche wirklich kennen und wirklich lieben und schätzen gelernt. Ich habe gelernt, dass griechisch-orthodoxe Gemeinde in München eine gleich wichtige Rolle spielt wie in den beiden anderen großen Kirchen, nicht nur weil sie die drittgrößte Kirche tatsächlich ist, sondern vor allem aufgrund Ihres Wirkens, lieber Vater Apostolos. Sie sind auf die anderen Kirchen zugegangen. Sie gehen auf die anderen Kirchen zu. Die Existenz dieser Kirche hier, Herr Kardinal, Sie haben es gesagt, ist eine Sehenswürdigkeit, eine Münchener Sehenswürdigkeit, gibt für uns andere Christen, die evangelischen und sicher auch genauso die katholischen Christen, die Gelegenheit zu merken, hier gibt es eine lebendige Gemeinde, und zugleich können sie bekannt werden mit zum Beispiel der Ikonographie oder der Liturgie. Und ich weiß von Ihrer Frau, dass Sie selbst auch bereit und fähig sind und gut in der Lage sind, Schülern und Schülerinnen dann etwas von der orthodoxen Tradition anhand dieser Kirche lebendig zu erklären, und das ist für uns ganz, ganz wichtig.
Sie sind bei allen großen Festen und Empfängen, die wir feiern und zu denen wir Sie einladen selbstverständlich dabei, und Sie laden uns dazu ein, uns auszusprechen, sei es am Karfreitag oder bei der Wasserweihe oder bei bayerischen Kulturtagen, bei den vielen Festen, bei den Jubiläen. Ganz besonders gerne denk ich an die Hochzeit Ihrer Tochter, wo ich mit dabei sein durfte, und das ist mir ein ganz unvergessliches Erlebnis. Und nicht zuletzt, ich weiß nicht, ob ich das jetzt so richtig sage, Herr Metropolit, Sie bringen unseren Metropoliten immer wieder nach München, dadurch ist da ein ganz enger Kontakt entstanden. Auch dafür ganz, ganz herzlichen Dank. Ganz herzlichen Dank für Ihr ökumenisches Leben, Handeln und Denken und Reden. Wir haben ja als Evangelische eine Losung für jeden Tag. Die Losung für den heutigen Tag ist etwas aus dem Psalm 126:
„die mit Tränen sähen werden mit Freuden ernten, sie gehen hin und weinen und streuen den Samen und kommen mit Freuden und bringen ihre Gaben.“ Ich habe bei Ihnen nie Tränen gesehen, obwohl ich sicher bin, oder auch weiß, dass es natürlich auch Grund zur Trauer und zum Weinen gab in Ihrem Leben, aber Sie begegnen einem immer mit fröhlichem Gesicht und Sie verkörpern das Evangelium so in Ihrem Auftreten, das denk ich ist für uns alle ganz wichtig, dass es solche Menschen, solche Priester, solche Personen gibt. Auch dafür ganz, ganz herzlichen Dank […].
Gottes Segen für Sie und Ihre ganze Familie.
Text ins Schriftliche übertragen von Tonbandaufnahme. In Klammern gesetzte ausgelassene Stellen sind nicht gut zu hören.