- Lieber Jubilar,
- Eminenz Metropolit Augoustinos,
- Eminenz Friedrich Kardinal Wetter,
- Sehr verehrter Herr Landesbischof Dr. Johannes Friedrich,
- Verehrte Frau Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland, liebe Frau
Charlotte Knobloch,
- Sehr geehrter Herr Landtagspräsident Alois Glück,
- Sehr geehrter Herr Staatsminister, Dr. Thomas Goppel,
- Sehr geehrter Herr Präsident des Verfassungsgerichtshofes Dr. Karl Huber,
- Königliche Hochheit, Herzog Franz von Bayern,
- Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, Christian Ude,
- Exzellente Gäste
Der Grund, weswegen ein so exzellentes und herausragendes Publikum sich heute hier versammelt hat, ist uns allen bekannt.
Wir sind hier heute alle präsent, um den Erzpriester des Ökumenischen Patriarchats und Bischöflichen Vikar in Bayern der Griechisch- Orthodoxen Metropolie in Deutschland, unseren Vater Apostolos Malamousis, mit diesem Festakt zu würdigen.
Aber nicht nur ihm, sondern auch seiner Familie für ihr unermüdliches Wirken gilt die Würdigung.
Vater Apostolos hat sein 60en Lebensjahr vollendet.
Überdies feiern wir alle heute hier das 35 jährige Jubiläum seiner Priesterweihe, seinen 25 jährigen Dienst als Gemeindepfarrer in München, und blicken auf sein 35 jähriges Hochzeitsjubiläum zurück.
Es ist für mich eine äußerst schwierige Aufgabe über das Werk von Vater Apostolos Malamousis zu sprechen, da vor mir schon kirchliche Väter, exzellente Politiker, Theologen, unsere engangierte Frau Charlotte Knobloch und anschließend noch ein charismatischer Redner, der Oberbürgermeister der Bayerischen Landeshauptstadt Christian Ude in das Wirken von Vater Apostolos in Bayern schon Einblick gewährt haben bzw. gewähren.
Und da ich nichts wiederholen will, werde ich über die Persönlichkeit und das vielfältige Werk von Vater Apostolos sprechen, als offizielle Repräsentantin der Republik Griechenland in Bayern. Und nicht zu vergessen ist, dass Vater Apostolos ein ehrwürdiger Staatsbürger Griechenlands ist.
Vater Apostolos ist der erste Grieche in München, mit dem ich mich getroffen habe, sofort nach meinem Amtsantritt als Generalkonsulin in Bayern. Das war vor 2 Jahren.
Ich glaube das hat viel zu bedeuten. Vor allem seine protagonistische Rolle bei der Lebensführung der hier lebenden Griechen, aber auch sein Einsatz für die bayerische Bevölkerung ist hervorzuheben.
In dieser zweijährigen, intensiven und erfolgreichen Zusammenarbeit habe ich sein Charisma und seine Fähigkeiten erkannt, Gaben, die ihn beliebt und wirksam machen.
Ich sage zu diesem Thema nur:„Priester, die etwas ausstrahlen von der Freude Priester zu sein“, sind die besten.
Vater Apostolos ist ein Mann der Kirche; aber er hatte eine neue, eine ganz eigene Vorstellung vom persönlichen Glauben, vom Verhältnis zwischen dem Menschen und Gott. Er zeigt allen Menschen einen Weg, wie sie den Abstand zu Gott überwinden und ihren ganz persönlichen Zugang zu ihm finden können. Er ist kein Träumer, er ist nicht weltfremd oder weltabgewandt. Er ist ein leidenschaftlicher Priester, ein engagierter Lehrer, ein begabter Pädagoge und ein begnadeter Prediger. Er ist ein Familienmensch, Ehemann, Vater. Er hat Geduld, einen starken Willen, er engagiert sich für die Mitbürger dieser Stadt.
Jeder Mensch trägt einen göttlichen Funken in sich. Und diesen Funken kann man deutlich bei Vater Apostolos erkennen. Deshalb habe ich hier in München einen exzellenten Berater und einen hervorragenden Unterstützer gefunden.
Dank dieser Gaben und mit den inspirierenden und weisen Anleitungen unseres Metropoliten Augustinos, hat sich Vater Apostolos in dieser Zeit nicht nur maßgeblich darum verdient gemacht, daß die griechisch-orthodoxe Gemeinde ein fester Bestandteil der bayerischen Gesellschaft geworden ist. Er hat vielen unserer Landsleute geholfen, ihre Migrationsprobleme zu überwinden und dadurch sind sie in der bayerischen Gesellschaft bestens integriert.
Besonders erwähnenswert ist sein Einsatz für die Kranken, für die Armen und die leidenden Bürger, für diejenigen griechischen Staatsbürger, die sich nur vorläufig in Bayern befinden und Hilfe brauchen.
Und er findet immer Zeit.
Ich zitiere aus dem Lukas-Evangelium: "Darum sagt unser Herr: Wer mein Jünger werden will, der muss sich selbst lassen; niemand kann mein Wort hören noch meine Lehre, er habe denn sich selbst gelassen."
Vater Apostolos hat aber vor allem auch den von ihm ins Leben gerufenen ökumenischen Dialog in Bayern und darüber hinaus vorangetrieben und vertieft.
Als Vertreter der orthodoxen Kirche in Bayern und der drittstärksten christlichen Konfession ist Vater Apostolos ein Mann der intensiven ökumenischen Kontakte und Gespräche. Er ist fast allgegenwärtig und immer engagiert sowie herzlich dabei.
Als langjähriger Gemeindepfarrer in Bayern hat er das ökumenische Klima in einem positiven Sinne mitbestimmt. Man kann Vater Apostolos, mit gutem Recht als einen Brückenbauer zwischen den Christen der westlichen und der östlichen Kirche bezeichnen und aller Weltreligionen. Seine geistlichen und theologischen Beiträge haben im religiösen Dialog Gewicht.
Möge der Heilige Geist uns zu einer immer tieferen und umfassenderen Gemeinschaft führen. Das Zusammenwirken mit Ihnen, lieber Vater Apostolos ist ein verläßliches Unterpfand für diese Hoffnung.
Offenheit, die nichts mit Beliebigkeit zu tun hat, ist heute wichtiger denn je. In einer Welt, die zusammenwächst, in der sich unterschiedliche Kulturen und Religionen auf engstem Raum begegnen, können wir nur mit dieser Offenheit und mit der ehrlichen Bereitschaft zum Dialog überleben.
Was den Priester, den Pädagogen, den Familienmenschen, den Vater Apostolos als Person auszeichnet, ist sein unermüdliches Engagement für die Einheit der Christen und die Gestaltung des Glaubens in der modernen Welt; sein Einsatz für den Dialog mit anderen Weltreligionen.
Vater Apostolos arbeitet an einer Kirche und für eine Kirche nicht der Beliebigkeit, sondern mit Profil.
Dies heißt aber auch, ein „guter Hirte“ zu sein.
Hirte zu sein, heißt einen Weg zu zeigen. Bei der heutigen Desorientierung und Orientierungslosigkeit vieler, brauchen wir nichts nötiger als Hirten mit Klarheit und Wahrheit. Der Hirte müsse aber auch über den eigenen Pferch hinaus schauen: zu den anderen Christen, zu anderen Religionen, in der Welt, in der Kultur des Geistes.
Vater Apostolos pflegt diese Kultur und diesen Geist. Und er hat es gezeigt, mit seinem Einsatz für die Restaurierung der Salvatorkirche. Ein Symbol griechisch- bayerischer Beziehung. Unermüdlich hat er die griechischen und bayerischen Behörden und die Mitbürger dieser Stadt in Bewegung gesetzt, damit dieses Gotteshaus restauriert wird. Er hat fleißig Spenden eingesammelt, damit dieses Symbol 200 jähriger Griechischer Parousie in München erhalten bleibt.
Und die Arbeiten haben schon begonnen. Ich wünsche ihm von Herzen, dass er so bald wie möglich sowohl das neue Gesicht der St. Salvatorkirche als auch die Vollendung der Ikonenmalerei in der Allerheiligen Kirche bewundern kann.
Lieber Vater Apostolos,
Von Herzen wünsche ich Ihnen Gesundheit, Kraft und Gottes Segen. Die Anwesenheit der Kirchenväter, der Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland der verehrten Frau Knobloch, des Präsidenten des Bayerischen Landtags, des Staatsministers Goppel als Repräsentanten der Bayerischen Staatsregierung, des Präsidenten des Bayerischen Verfassungsgerichtshofes und der Königlichen Hochheit sowie des Oberbürgermeisters, beglaubigen die Hochachtung für Ihr Werk und Wirken, die Sie verdienen.
„Was hat uns der Himmel für einen Priester geschenkt!" Ich möchte diese Aussage fortführen mit dem Wunsch: Möge uns dieser Priester Vater Apostolos Malamousis noch lange erhalten bleiben!