bISCHOF DIMITRIOS VON THERMAI
Eminenz,
Exzellenzen,
sehr geehrter Herr Staatssekretär,
sehr
geehrter Herr Oberbürgermeister,
Herr Generalkonsul,
liebe Schwestern
und Brüder in Christo,
Es ist mir ein besonderes Bedürfnis, Ihnen allen sehr herzlich dafür zu danken, dass Sie mich heute, nach einem dreißigjährigen Wirken im Dienste der Griechisch--Orthodoxen Metropolie, unserer Griechisch-Orthodoxen Kirche in Deutschland, und somit im Dienst des Ökumenischen Patriarchats von Konstantinopel, in diesem historischen wie eindrucksvollen Rahmen im Kreise vieler Mitchristen und Freunde verabschiedet haben. Ich bin zutiefst bewegt über Ihre Worte und finde keine, um angemessen zu erwidern. Ihnen allen sage ich vom Herzen Vergelt's Gott. Efharisto therma!
Dreißig Jahre in München, das ist der längste Teil meines Lebens, den ich in einer Stadt verbringen durfte. In einer Stadt wie München, die wie keine andere in Europa, ja in der Welt, eine so große historische und kulturelle Nähe zu meinem Herkunftsland aufweist. In einer Stadt, in der der Fremde sich als Xenos fühlen kann und ihm zugleich das Gefühl vermittelt wird, dazu zu gehören, willkommen zu sein. Wenn Sie wollen in einer Stadt, die auf diese Weise der kulturellen und sozialen Integration eine besondere Qualität verleiht.
Ihnen, Herr Oberbürgermeister, als dem ersten Bürger dieser wunderschönen Stadt, danke ich für die besondere Ehre, die Sie mir heute mit diesem Festakt und dem anschließenden Empfang erweisen.
Die Zusammenarbeit mit der Stadt München war stets von gegenseitigem Respekt, von großer Hilfsbereitschaft und, ich sage es ganz offen, von einer bemerkenswerten Aufgeschlossenheit, was unsere Anliegen betrifft.
Dem Bayerischen Staat danke ich, sehr geehrter Herr Staatsekretär für die Anerkennung der Metropolie, d. h. unserer Griechisch-orthodoxen Kirche, als Körperschaft des Öffentlichen Rechts, auch im Freistaat Bayern, sowie für die langwierige, komplizierte und mühevolle, aber, Gott sei Dank, erfolgreich abgeschlossene rechtliche Auseinandersetzung um die Salvatorkirche und nicht zuletzt um die in Aussicht gestellte finanzielle Unterstützung, was die Errichtung der neuen Schule betrifft. Es sind bewährte Zeugnisse einer einzigartigen engen Zusammenarbeit. In diesem Zusammenhang möchte ich nicht unerwähnt lassen die großen Anstrengungen, die der damalige Ministerialdirektor, Herr Dr. Böck, und all seine Nachfolger, auf sich genommen haben. Herrn Dr. Bock möchte ich für diese enge Zusammenarbeit vom Herzen danken.
Mit unseren römisch-katholischen und evangelischen Christen verbindet mich Brüderlichkeit und christliche Liebe. Der katholischen Kirche, insbesondere Seiner Eminenz Erzbischof von München und Freising, Friedrich Kardinal Wetter, danke ich für die große Unterstützung. Die gleiche Hilfsbereitschaft hat uns die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern zuteil werden lassen.
Dem Generalkonsulat, der Ausbildungseinrichtung für Orthodoxe Theologie, der Stiftung Palladion, der Griechischen Gemeinde, den vielen Vereinen, den Vertretungen Griechenlands in München, die für unsere Landsleute Gutes tun, danke ich für das Vertrauen und die Unterstützung, die ich in den vielen Jahren immer wieder erfahren durfte. Dem Präsidenten der Stiftung Palladion, Herrn Professor Dr. Fthenakis danke ich, für die langjährige und gute Zusammenarbeit. Dem Vorsitzenden der Griechischen Gemeinde, Herrn Tatsis, gilt mein Dank, für die Ehrung, die mir heute Abend zuteil wurde.
Mit Ihrer Anwesenheit, meine Damen und Herren, haben Sie mir eine große Ehre erwiesen und eine besondere Freude bereitet. Dafür danke ich Ihnen vom ganzen Herzen.
Meine tiefe Dankbarkeit gilt unserem Ökumenischen Patriarchat von Konstantinopel und seinem derzeitigen Vorsteher, dem Ökumenischen Patriarchen Bartholomäus dem I., dem Primus der orthodoxen Weltkirche und seinem Exarchen, unserem Metropoliten Augoustinos, der uns heute mit seiner Anwesenheit die Ehre erweist. Ich war mir stets seiner Unterstützung und seines Vertrauens bewusst und danke Ihm, dass, trotz seines dichten Terminkalenders, er sich es nicht nehmen ließ, heute diesem Festakt beizuwohnen.
Nunmehr kehre ich in meine Heimat zurück. Dorthin, wo mein Leben begonnen hat. Sie alle werde ich in meine Gebete einschließen und dabei dankbar der vielen Begegnungen, der interessanten Gespräche und der Hilfe gedenken, die ich so lange Zeit erfahren durfte.
Gott segne Ihre schöne Stadt, seine Kirchen und Sie alle.