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14.05.2014 01:16 Alter: 4 yrs

TISCHREDE

SEINER ALLHEILIGKEIT DES ÖKUMENISCHEN PATRIARCHEN BARTHOLOMAIOS


BEIM ZU SEINER EHRE GEGEBENEN ABENDESSEN

DER EVANGELISCHEN KIRCHE IN DEUTSCHLAND

IN BERLIN

14 . Mai 2014

 

Hochwürdigster Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland, sehr geehrter, lieber  Herr Schneider,

Hochwürdigster, in Christus geliebter Bruder und Mitliturg Metropolit Augoustinos von Deutschland,

Hochwürdigste Mitbrüder,

Sehr geehrte Tischgenossen,

 

Voller Dankbarkeit haben wir Ihre freundliche Einladung zu diesem Essen, dass Sie zu Ehren unserer geringen Person geben, angenommen, das uns die Gelegenheit einer erneuten Begegnung und eines Meinungsaustausches über die Fragen und Themen gibt, welche die christlichen Kirchen Ihres großen Landes beschäftigen, in denen Sie tätig sind und Dienst tun. Und es ist besonders erfreulich, dass es zur  Lösung dieser Fragen bereits eine so gute Zusammenarbeit zwischen der Kirche, die Sie leiten, und der Griechisch-Orthodoxen Metropolie von Deutschland gibt.

 Diese bewährte Zusammenarbeit ist einerseits dem guten Willen beider Seiten und dem gemeinsamen Ziel der Unterstützung und des Beistands der Menschen, insbesondere jener, die in Not sind, zu verdanken, zum anderen den historischen Beziehungen zwischen der Evangelischen Kirche in Deutschland und dem Ökumenischen Patriarchat von Konstantinopel, die bereits im 16. Jahrhundert ihren Anfang nahmen, als die neu entstehende evangelische Kirche mit diesem Ökumenischen Patriarchat, als dem Siegelbewahrer des unverfälschten Glaubens der Alten Kirche, Kontakt aufnahm und in der apostolischen und patristischen Tradition jene Quellen des Glaubens suchte, welche die Kirche Christi vor der Kirchenspaltung gespeist hatten.

Auch wenn damals leider jene Bemühungen zwischen dem Ökumenischen Patriarchat unter Patriarch Ieremias II., der den Beinamen Tranos, also der Große, trägt und den deutschen Reformatoren Martin Crusius, Stephen Gerlach und anderen lutherischen Theologen  keinen Erfolg hatten, so hat doch unser gemeinsamer Weg im Bereich der sozialen Fürsorge und Wohlfahrt, insbesondere für die in den letzten 50 Jahren aus Griechenland und aus anderen Ländern Europas auf der Suche nach einem Arbeitsplatz und einem Wohnort nach Deutschland gekommenen Migranten, die von Anfang an das Kirchenvolk der Griechisch-Orthodoxen Metropolie von Deutschland bildeten, wesentlich zur Pflege eines Geistes der Solidarität und des gegenseitigen Verständnisses und zur Zusammenarbeit zwischen beiden Kirchen beigetragen.

Wir nutzen diese Gelegenheit, um in Ihrer Person der Evangelischen Kirche in Deutschland für Ihren, an vielen Orten und zu vielen Zeiten geleisteten Beitrag zur Erfüllung der liturgischen und anderen Aufgaben der Griechisch-Orthodoxen Metropolie von Deutschland zu danken; er geschah stets im Geist der Liebe und des guten Willens, ohne den ein aufrichtiger und konstruktiver Dialog nicht möglich ist, zum Wohl der Menschen, in deren Dienst wir gestellt wurden und gleichzeitig für den «Frieden und Wohlbestand der ganzen Welt« wie dies stets die orthodoxe Kirche in ihren Gebeten formuliert.

Wir danken Ihnen noch einmal für Ihre Freundlichkeit und Ihre herzliche und bereitwillige Gastfreundschaft. Wir erheben dieses Glas und trinken auf die Gesundheit und jeden geistlichen Fortschritt aller unserer Tischgenossen.