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14.05.2014 17:11 Alter: 5 yrs

Ansprache

des Archimandriten des Ökumenischen Throns Emmanuel Sfiatkos


beim Empfang Seiner Allheiligkeit des Ökumenischen Patriarchen Bartholomaios

in der Kirche Christi Himmelfahrt

 

(Berlin, den 15. Mai 2014)

 

 

Alheiliger Vater und Gebieter, Christus ist auferstanden!

 

Erfüllt von Gefühlen der Freude und der Dankbarkeit gegenüber dem auferstandenen Herrn heißen wir Sie im Herzen Europas, in der schönen, geschichtsträchtigen Stadt Berlin willkommen.

 

Dies ist ein freudiger und historischer Tag. Denn heute besucht zum ersten Mal unser erster Bischof, unser geistlicher Vater, unser aller inständiger Fürsprecher bei Gott. Heute besucht  unser Patriarch unsere unbedeutende Gemeinde, um uns zu segnen und uns in unserem täglichen Kampf zu stärken.

 

Wir empfangen Sie heute Abend in österlich-festlicher Atmosphäre und Stimmung, während Sie der ganzen Welt die Botschaft des Friedens und der die orthodoxen Christen verbindenden Einheit übermitteln, aber auch die Botschaft der Einheit aller von Ihnen besuchten Völker, Kulturen und Religionen, und so ein greifbares und lebendiges Beispiel der Liebe Christi, aber auch ein unbezweifelbares Zeugnis der orthodoxen Überlieferung in der ganzen Welt geben.

 

Ihre Anwesenheit unter uns, Eure Allheiligkeit, ist eine Wegmarke in der langjährigen Geschichte der griechisch-orthodoxen Präsenz in Berlin und der Gipfelpunkt der Feiern aus Anlass des fünfzigjährigen Jubiläums der Gründung der Heiligen Metropolie von Deutschland und des Exarchates von Zentraleuropa durch die Mutterkirche.

 

Ihr Besuch im Zentrum des geistlichen und liturgischen Lebens der mehr als 12.000 griechisch-orthodoxen Christen, die in Berlin wohnen und arbeiten, hat unsere Herzen zutiefst bewegt. Der unzulängliche Versuch, Ihnen als der Mutterkirche ergebene Kinder für die Liebe und Sorge, die Sie uns anlässlich unserer Reisen zum Phanar als einfachen Pilgern erwiesen haben, zu danken, ist ein äußerst geringes Zeichen unserer Liebe zu Ihnen.

 

Wir Griechen von Berlin ehren mit unserem Lebenswandel die Werte unseres Glaubens und unserer Heimat. Diplomaten, alte und junge Unternehmer, Künstler, Angestellte, freie Berufstätige, einfache Arbeiter, große und kleine Kinder – wir haben uns hier versammelt, um Ihnen unseren Respekt und unsere Ergebenheit zu bekunden. Wir fühlen uns der Mutterkirche eng und zutiefst geistlich verbunden und sind stolz auf den Steuermann der Orthodoxie, unseren Patriarchen! Diese Beziehung und diese Liebe wird gepflegt durch die Worte und das Beispiel unseres Metropoliten, der dafür Sorge trägt, dass unsere unverbrüchlichen Bande mit dem Ökumenischen Patriarchat  nicht reißen, zumal sein Dienst in unserer Metropolie in dieser Gemeinde ihren Ausgang genommen hat.

 

Wie in ganz Deutschland, hatten und haben wir auch in Berlin die besten Beziehungen zu den städtischen Behörden, den christlichen Konfessionen und den Religionen, zu deutschen und griechischen Institutionen. Das belegt auch die Anwesenheit all der erlesenen Gäste, die heute an diesem Empfang teilnehmen. Unsere Gemeinde orientiert sich immer an den Leitlinien des Ökumenischen Patriarchats.

 

Wir hoffen, Eure Allheiligkeit, dass die Liebe der orthodoxen Christen Berlins, die sich in diesem Empfang anlässlich Ihrer Ankunft in unserer Gemeinde ausdrückt, Ihr Herz erfreut. Wir waren und werden stets demütige Förderer Ihrer Arbeit, hilfsbereite Diener der Werte der Mutterkirche und unermüdliche Verteidiger ihrer Rechte sein, wo immer und wann immer Sie uns dazu auffordern. Wir bitten Sie, als einfache und geringe Gabe unserer Gemeinde das Epitrachilion und das Omophorion anzunehmen, die liturgischen Gewänder, die Ihnen beim Einzug in unser Gotteshaus gereicht wurden, damit Sie „um Erbarmen, Leben, Frieden, Gesundheit, Erlösung, Heimsuchung, Verzeihung und Nachlass der Sünden der Knechte und Mägde Gottes, aller gottergebenen und rechtgläubigen Christen, derer, die in dieser Stadt und in dieser Gemeinde wohnen und weilen“, beten.

 

Ihr heutiger historischer Besuch wird unserem Gedächtnis und unserem Herzen unauslöschlich eingeschrieben bleiben.

 

Allheiliger Vater und Gebieter: Christus ist auferstanden!